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Die  Kärntner Landsmannschaft
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 Gedanken von Schülerinnen und Schülern zum Thema „Bräuche und Traditionen in der Fasten- und Osterzeit“ Man hört ja sehr oft, dass Jugendlichen Bräuche und Traditionen weniger wichtig werden. Gerade in einer Zeit des Jahres, die ja voll von Bräuchen und Traditionen ist, wollte ich das genauer wissen und habe einige meiner Schulklassen (SchülerInnen zwischen 13 und 19) im Rahmen des Religionsunterrichtes gebeten, sich Gedanken zu machen, welche Traditionen sie in der Fasten- und Osterzeit kennen, welchen Stellenwert sie haben, welche Traditionen sie besonders schätzen und mit welchen sie wenig anfangen können. Mir ist aufgefallen, dass die von mir gefragten Jugendlichen sehr viele Bräuche kennen, die im Zusammenhang mit Ostern stehen, die meisten Jugendlichen feiern Bräuche der Osterzeit sehr gerne, einige stehen auch sehr kritisch zu Bräuchen. Ich möchte nun mehrere Aussagen der Schülerinnen und Schüler kurz vorstellen: (Einige Zitate sind leicht verändert worden. Die Orthografie wurde an einigen Stellen an die geltenden Regeln angepasst.:) Traditionen finde ich... … „wichtig für unsere Gesellschaft.“ ... „sehr wichtig, da sie das Familienleben, welches heutzutage eher auf der Strecke bleibt, stärken.“ … „sehr wichtig, weil sie unsere Kultur prägen und sie so einzigartig machen.“ … „toll, denn die Großeltern erzählen, wie es früher war und wie es jetzt ist.“ … „gut, denn sie machen uns aus.“ ... „cool, weil man mit seiner Familie was macht.“ ... „gut, weil man sie von Vorfahren übernommen hat, und jede Familie ihre eigenen Traditionen hat.“ ... „unnötig, außer sie bringen mir etwas (z.B. schulfrei)“ ... „gut, wenn sich jemand daran hält, damit die Tradition nicht verloren geht.“ ... „gut, solange sie nicht langweilig werden.“ ... „gut, da man auch etwas aufrecht erhalten sollte aus der Vergangenheit.“ ... „je nach Bedeutung nützlich bzw. nicht unbedingt notwendig. Manche Traditionen sind jedoch wichtig für den familiären Zusammenhalt.“ ...“Sie stören mich nicht, haben aber keinen Stellenwert für mich.“ Unter Tradition verstehe ich... ... „etwas, das man an einem bestimmten Tag oder Zeitraum macht, um sich an etwas zu erinnern, das einmal passiert ist.“ ... „etwas, das sich jedes Jahr wiederholt.“ ... „etwas, das sich nicht verändert.“ Auf diesen Brauch könnte ich verzichten... ... „Fleischweihe, weil ich die ganzen Sachen in die Kirche tragen muss.“ ... „kein Fleisch essen, weil sich sowieso keiner daran hält.“ ... „auf gar keinen, weil sie alle Spaß machen.“ ... „auf gar keinen, weil sie einfach dazugehören.“ ... „sonntags in die Kirche gehen, weil es immer kalt ist.“ ... „sonntags in die Kirche gehen, weil man in einem kalten Raum steht und irgendetwas anhört.“ Bei der Frage, womit die Jugendlichen am wenigsten anfangen können, kam am öftesten die Antwort fasten. Offensichtlich ist Fasten nicht besonders in Mode. Es wird aber auch sehr oft nur mit dem Verzichten auf Fleisch assoziiert. Meine Gedanken Im Anschluss an die Gedanken der Jugendlichen möchte ich nun die Gedanken zusammenfassen und mit meinen eigenen Gedanken in Beziehung setzen. Mir scheint es so, dass die meisten Jugendlichen gerade in der Osterzeit sehr viele Traditionen kennen und schätzen. Die meisten Traditionen, die genannt wurden, haben einen im weiten Sinn religiösen Bezug und die Jugendlichen können auf Nachfrage auch die Hintergründe der meisten Traditionen benennen. Bei einigen Aussagen merkt man, dass der „Eventcharakter“ von Traditionen besonders wichtig ist, sie sollen etwa nicht langweilig und fad sein oder keinen Spaß machen. Besonders gut gefallen hat mir die Aussage: „Auf diesen Brauch könnte ich verzichten: kein Fleisch essen, weil sich sowieso keiner daran hält.“ Es scheint Jugendlichen wichtig zu sein, dass Traditionen so vorgelebt werden, dass sie auch plausibel und nachvollziehbar sind. Das könnte man auch bei der Aussage herauslesen: „Auf diesen Brauch könnte ich verzichten: sonntags in die Kirche gehen, [...] und irgendetwas anhören.“ Möglicherweise kann der Schreiber oder die Schreiberin mit dem, was in der Kirche passiert, wenig anfangen und keinen Bezug herstellen. Insgesamt war ich doch überrascht, wie intensiv sich Jugendliche mit Traditionen in der Oster- und Fastenzeit beschäftigen. Nutzen auch Sie die Fasten und  Osterzeit um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch über Traditionen zu kommen. Andreas Tangl
Junge Landsmannschaft
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