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Kultur    Land    Menschen
Die  Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at  ZVR:168 57 14 77
Was will die Jugend von heute? Einige von Ihnen haben in letzter Zeit vielleicht Ö3 gehört und dabei etwas von der Aktion „Generation... What? - Es geht um dein Leben!?“ gehört. In dieser Aktion möchte Ö3 herausfinden, was der jungen Generation wichtig ist und fragt deshalb – natürlich online – junge Menschen, wie sie zu verschiedenen Themen stehen. Alleine diese Aktion zeigt schon, wie interessant das Thema und wie schwierig auch die Frage zu beantworten ist, was der jungen Generation wichtig ist. In meinem Vortrag zum Thema Jugend und Traditionen im Rahmen der Jahreshauptversammlung der KLM habe ich mich auch mit diesem Thema beschäftigt. Ich möchte hier nun eine Nachlese zum Vortrag bieten. Die Frage, was der Jugend von heute wichtig ist, ist nur sehr schwer zu beantworten und das aus verschiedenen Gründen. Jürgen Kaube, Mitherausgeber der FAZ, meint dazu etwa: „Die Jugend von heute. Erstaunlich eigentlich, dass es noch Leute gibt, die vor dieser Formel nicht zurückschrecken. [...] Jedes Jahr wird für das alles ein neuer Generationenname erfunden: Generation Praktikum, Prekär, Maybe, X, Y, Z.“  Es ist also schwierig, sehr allgemein von „der Jugend“ zu sprechen, deshalb möchte ich einige Linien zeichnen, die das Verständnis erleichtern. Welt im Umbruch Einerseits ist, wie wir wahrscheinlich alle merken, die Welt im Wandel. Wenn wir uns die aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Umbrüche unserer Zeit anschauen, müssen wir uns die Frage stellen, was wir selbst als Kultur verstehen und was wir für uns als so wichtig und vor allem wertvoll erachten, dass wir es unseren Kindern und Enkelkindern weitergeben möchten. Gleichsam ist es wichtig, auf die jungen Menschen zuzugehen und ihren Umgang mit Kultur und Traditionen zu verstehen. Doch nicht nur die Welt auch die Erziehung ist im Wandel. In einer seiner Vorlesungen hat Prof. Leopold Neuhold  zur Veranschaulichung dieses Wandels einen Vergleich mit Zeichentrickserien gezogen. Früher war es wie bei Donald Duck, der seinen Neffen ganz klar in der Erziehung vorgibt, was richtig ist. Etwas später war es wie bei Garfield, dessen Herrchen John sich nicht so recht auskennt, was wichtig ist und das Ergebnis dieser „Nicht-Erziehung“ kann man an Garfield sehen. Für die heutige Generation sind oftmals die Simpsons ein Spiegelbild. Die Kinder Bart und Lisa geben den Eltern vor, was wichtig ist, ihr Verhalten steht im Zentrum. Meist können die Eltern der beiden (Homer und Marge) nur darauf reagieren. Vielleicht geht es manchen ja genauso, dass die Kinder sagen, was wichtig und richtig ist; z.B. welches Telefon man haben muss oder welchen Computer man kaufen soll. Aspekte des Wandels Schneller Wandel – Pluralisierung – Individualisierung - Verlust von Selbstverständlichkeiten und Allgemeingültigem Warum dieser Wandel in dieser Form stattfindet, lässt sich an einigen Aspekten gut festmachen. Zuallererst lässt sich ein sehr schneller Wandel in unserer Gesellschaft feststellen. Das was heute modern ist, ist morgen vielleicht schon wieder alt und aus der Mode, sozusagen „out“. Dieser schnelle Wandel wird vor allem dadurch erzeugt, dass die meisten Menschen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (Computer, Internet, ...) nützen. Bei diesen neuen Technologien haben meistens die Jungen die Nase vorn und prägen damit auch wichtige Werte unserer Gesellschaft. Dadurch kommt es aber auch zu einer Pluralisierung von Werten und Traditionen. Menschen können sich zum Beispiel mit Hilfe des Internets über andere Traditionen informieren und ein ganz buntes Bild von Traditionen und Werten zusammenbauen und andere Traditionen als die bisherigen leben. Ganz eng damit verknüpft ist natürlich die Individualisierung, das heißt, dass die Gemeinschaft für viele weniger wichtig wird und junge Menschen oftmals sehr stark auf das eigene Fortkommen bedacht sind. Insgesamt ist auch ein Verlust von Selbstverständlichkeiten zu beobachten, die in früherer Zeit einerseits Sicherheit gaben, aber natürlich auch die Freiheit einschränkten. Man denke etwa an die Berufswahl von jungen Menschen. Früher wurden eher Ausbildungen ergriffen, die in bestimmte Berufe führten. Heute gibt es viele Studienrichtungen, die unterschiedlichste Möglichkeiten eröffnen, aber auch den Einzelnen vor die Herausforderung stellen, eine konkrete Wahl zu treffen mit der Unsicherheit überhaupt einen Job zu bekommen. Weiters ist natürlich auch ein Verlust von Allgemeingültigen zu bemerken, vieles was selbstverständlich war, muss in unserer heutigen Zeit erst verhandelt und neu begründet werden. Das gilt auch in besonderer Weise für Traditionen. Ich erlebe, dass Jugendliche an der Entstehung und Bedeutung von Traditionen durchaus interessiert sind, sie aber zum Teil nicht mehr einfach unhinterfragt übernehmen. Vielfach sind die Hintergründe von Traditionen aber auch sehr unklar und unbekannt. Bei vielen Traditionen merkt man, dass sie besonders dann beliebt sind, wenn sie einen Eventcharakter haben, das heißt, wenn etwas Außergewöhnliches und Spektakuläres passiert.
Junge Landsmannschaft
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