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Die  Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at  ZVR:168 57 14 77
Geflügel, Eier und andere Lebensbedürfnisse  kleinerer Art liefert theils die Umgebung, vorzüglich das Jauntal. Ausser dem müssen sich die Bewohner der Hauptstadt, welche sich an diesem Markttage mit Lebensmitteln zu versehen lassen, mit den Kleinhändlern behelfen. Für die nächsten hundert Jahre sollten kaum Änderungen im Marktwesen eintreten. Die traditionellen Plätze wurden weiter verwendet, die Versorgung der Stadt, vor allem mit den Produkten der Landwirtschaft, wurde gewährleistet. Mit der Erweiterung der Stadt im 20. Jahrhundert kam es dann zu Platzproblemen, die 1931 in einer Sitzung des Marktausschusses besprochen wurden. Unter anderem wurde Folgendes vorgebracht: Am Neuen Platz stehen 120 Wagen und sind schon bis zu 250 hinaufgeschnellt. Der Bauer will nicht anderswohin, er ist auf den Neuen Platz gewöhnt. Früher wurde auch der Fürstenplatz  als Markt für Kartoffel herangezogen. Warum sind die Bulgaren nicht auf dem Alten Platz geblieben. Die Bulgaren machen so große Stände, daß sie sehr viel Platz wegnehmen, dadurch wird der Verkehr behindert. Es kommen immer noch Leute mit Fahrrädern auf den Markt. Es wurde schon alles beanstandet, aber es nützt nichts. Auch wegen der Hunde wurde eine Verfügung erlassen, daß diese nicht mitgenommen werden dürfen, es nützt nichts, sie sind immer noch da. Die Geschäftsleute von Klagenfurt haben auf dem Markt  2 bis 3 Stände, dies war früher nicht der Fall. Donnerstag und Samstag stehen sie am Neuen Platz und am Alten Platz und bei der Priesterhauskirche. Der Pacht für die Stände ist viel zu billig berechnet. Die Standgelder sollten erhöht werden. Der Zwischenhandel soll abgeschafft werden. In Völkermarkt darf nichts vorgekauft werden wie bei uns. Der Vorkauf durch die Händler findet immer noch statt, und zwar kaufen die Händler schon bei der Zufahrt zur Stadt die Waren auf und muß dies eingestellt werden. Eine genauere Kontrolle des Marktes war bedingt durch die vielen Standorte ein großes Problem, dem man nur durch eine Zentralisierung des Wochenmarktes Herr werden konnte. Immer mehr wurde die Errichtung eines zentralen Platzes zu einem vordringlichen Anliegen der Stadt. Nach langen Beratungen, auch die Geyerschütt wurde in Erwägung gezogen, wurde der Benediktinerplatz im Jahre 1947 zum neuen Standpunkt des althergebrachten Wochenmarktes bestimmt und am 1. Juli 1948 feierlich seiner Bestimmung übergeben. Literatur: Joachim Eichert, Das Klagenfurter Marktwesen im Wandel der Zeit, in: Der Klagenfurter Wochenmarkt auf dem Benediktinerplatz, Hgg. Gerfried Horand Leute, Heinz-Dieter Pohl und Helmut Zwander, Naturwissenschaftlicher Verein, Klagenfurt, 2000, S. 35-54. Abbildungsverzeichnis Abb. 1: Franziszeischer Kataster Stadt Klagenfurt um 1827, Ausschnitt Altstadt Abb. 2: Alter Platz mit Marktständen 1937, Ansichtskarte, KLA
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Abb. 2