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Leseprobe
Der heilige Ägidius – Patron der Pfarrkiche St. Egyden* Von Andreas Kleewein Geweiht ist die Kirche in St. Egyden dem heiligen Ägidius, der im deutschen Sprachraum auch unter den Ausführungen Aegidius, Egidius, Egydius, Ilg, Ilgen, Jilg, Gilg, Gilgian oder Gilgen bekannt ist. In den Schriftstücken zur Kirche in St. Egyden finden sich dazu ein paar dieser angeführten Namensvarianten. Daraus erschließt man, dass der Heilige somit nicht nur für die Kirche selbst, sondern auch für die Ortschaft namensgebend war. Sein Patrozinium wird in St. Egyden am 1. September gefeiert. Ägidius wurde vermutlich um 640 als Sohn einer noblen Familie aus Athen geboren. Nachdem er seine Heimat verließ, lebte er jahrelang in der französischen Diözese von Nîmes als Einsiedler. Dort hauste er in einer Höhle an der Mündung der Rhone in das Mittelmeer. Eine Hirschkuh nährte ihn der Legende nach durch Gottes Fügung mit Milch. Diese Hirschkuh kam zu Ägidius, da sie vom auf der Jagd befindlichen Westgotenkönig Wamba flüchtete. Ägidius stellte sich vor das Tier, um es zu schützen und wurde versehentlich von einem Pfeil getroffen. Er war in der Erkenntnis, dass die Tugend in der Schwachheit vollendet werde und bat daher Gott, dass ihm solange er auf der Erde lebe die Gesundheit nicht wiederkehren solle. Man vermutet aber, dass es ihm nicht gelang, seine Wunde zur Heilung zu bringen und dies, trotz Wundpflege und Gebete. König Wamba ließ als Vergebung seiner Schuld an dem Jagdunfall, unter der Leitung von Ägidius, ein Kloster errichten. Ägidius gründete 680 die Abtei, die später nach ihm „Saint-Gilles“ benannt wurde. Er blieb dort bis zu seinem Tod – vermutlich 720 – und stand als Abt dem Kloster vor. Eine der Legenden besagt, dass bei seiner Bestattung Chöre der Engel zu hören gewesen sein sollen, die seine Seele in den Himmel trugen. Ägidius ist der Schutzpatron der stillenden Mütter und der Hirten, gilt als Beschützer der Bettler und Krüppel. Seine Fürbitte wird z. B. bei Krebs, früher auch Pest, bei geistiger Not, Dürre, Sturm oder Feuersbrunst angerufen. ⃰ Leseprobe aus dem neuen Kirchenführer der Pfarre St. Egyden
Leitartikel Leseprobe Redaktion
Abb.1: Der Heilige Ägidius mit seinen Attributen Abtstab und Hirschkuh, inmitten des Hochaltars der alten Kirche St. Egyden, Foto Andreas Kleewein
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Abb. 2: Die Pfarrkirche St. Egyden mit Pfarrhof und Grundriss des Pfarrhofes um 1820, Quelle Archiv der Diözese Gurk