Gruppe des Monats Gruppe des Monats Bilder Galerie Bilder Galerie Home Home Button-Text 2 Button-Text 2 Button-Text 3 Button-Text 3 Button-Text 5 Button-Text 5 Gruppe des Monats Gruppe des Monats Bilder Galerie Bilder Galerie
Kultur    Land    Menschen
Die  Kärntner Landsmannschaft
Termine Berichte Archive
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at  ZVR:168 57 14 77
Gruppe des Monats Gruppe des Monats Bilder Galerie Bilder Galerie Leseprobe
Karfreitag – Heiliges Grab Von Heimo Schinnerl Im Zusammenhang mit Ostern ist der Karfreitag einer der höchsten Feiertage in der christlichen Glaubenswelt. Am Karfreitag gedenkt die Kirche des Kreuztodes Jesu Christi  in Erwartung seiner Auferstehung. Der Karfreitag ist daher auch in die “Dreitagefeier vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn“ eingebunden. Dieses „österliche Triduum“ beginnt am Gründonnerstag mit der Messe vom heiligen Abendmahl und findet seinen Höhepunkt in der Feier der Osternacht. Als Teil des Osterfastens ist der Karfreitag in der römisch-katholischen Kirche ein strenger Fastentag.  Die Tradition, am Freitag kein Fleisch zu essen, ist auf das Karfreitagsgeschehen zurückzuführen. Um das Verständnis der Passion Christi für die Gläubigen begreifbar und anschaulich zu machen, sind zahlreiche Riten und Kulte im Rahmen der Volksfrömmigkeit erhalten geblieben. Dazu gehören das Ratschen, Figuralprozessionen, wie zum Beispiel die stumme Passion in Treßdorf, das Ostersingen, das Verbot von schweren Arbeiten oder eben auch der Aufbau und Besuch des heiligen Grabes. In den Kirchen wird bereits am frühen Morgen gebetet und anschließend die Grablegung Christi begangen und in einer Seitennische der Kirche oder Kapelle ein heiliges Grab errichtet. Es ist dies eine szenische Darstellung der Grabeskapelle in Jerusalem in Form einer Theaterkulisse mit bunten, von Kerzen beleuchteten, Glaskugeln und Blumenschmuck. Der Eingang wird von mannshohen Soldatenfiguren bewacht. Eine besonders schöne Darstellung eines heiligen Grabes findet man in der Stadtpfarrkirche von St. Veit. Hier wird das Grab, das sich im nördlichen Seitenschiff befindet, von der bürgerlichen Trabantengarde bis zur Auferstehungsfeier bewacht. Nach einem strengen Ritual vollzieht sich die stündliche Wachablöse im Beisein vieler Gläubiger. Wie in St. Veit ist dieser Brauch auch in Tultschnig bei Klagenfurt Tradition. Hier baut der Mesner die aus dem 19. Jahrhundert stammende Heilig Grab Kulisse auf. Die örtlichen Trachtenfrauen übernehmen dann ab den frühen Morgenstunden bis zur Fleischsegnung am Karsamstag das „Stundenbeten. Die Tradition der Nachbildung des Grabes Jesu ist seit den Kreuzzügen überall in Europa entstanden. In der Barockzeit erlebte das Heilige Grab eine Hochblüte. Joseph II. räumte aber wie mit so vielen Dingen auch mit dieser Tradition auf und verbannte das Heilige Grab aus den Gotteshäusern. Trotzdem geriet dieser Brauch nicht überall in Vergessenheit und ist noch in vielen Kalvarienbergkirchen präsent. Allerdings haben auch einige Darstellungen den Weg in ein Museum gefunden. So kann man eine authentische Darstellung im Stadtmuseum Völkermarkt bewundern. Ebenso ist ein Heiliges Grab im Landesmuseum für Kärnten erhalten. Dieses, mit der Inventarnummer 10094 belegte, und aus dem 19. JH. stammendes Exponat kommt aus Rinkenberg bei Bleiburg.
Leitartikel Leseprobe Redaktion
Es besteht aus einer Grabnische mit gemaltem Heiland und bunten Glaskugeln. Zur Schauseite sind zwei weitere Arkadenbögen angebracht. An der Vorderseite bewachen wiederum zwei in römischer Legionärsuniform bemalte und mit Hellebarden (und nicht mit einem Pilum)  bewaffnete Soldaten das Geschehen. Das museale Exponat wird derzeit restauriert und in seiner ganzen Pracht wiederhergestellt. Quellen: Gugitz Gustav: Fest- und Brauchtumskalender, 1981, S. 46. Wolf Helga Maria: Das neue Brauchbuch, Österreichischer Kunstverlag Wien 2000, S. 131 ff. Georg Graber: Volksleben in Kärnten, Leykam Graz, 19493 , S.236 ff. Kurt Grafschafter: So ist´s Brauch in Kärnten, Verlag Heyn1999.                                                      Manfred Becker Huberti: Lexikon der Bräuche und Feste, Herder Freiburg, 2000. https://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitag Abb. Heilig Grab, St. Josef Siebenhügel; Foto Landesmuseum Kärnten
Weiterblättern