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Kultur Land Menschen
Die Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at ZVR:168 57 14 77
„Liepold – Mosser hat ein Kärntner Verhackertes geschaffen, voll einigermaßen unterhaltsamer und geistvoller Grammerln, alles zusammen ist aber weder erstaunlich noch neu und geht überhaupt nicht in die Tiefe. Als Autor und Regisseur schöpft er aus der Rumpelkammer alter Haltungen, aus der Mottenkiste zieht er sogar einen Nackerten hervor – vielleicht konnte man damit vor einem halben Jahrhundert provozieren, heute kommen einem derartige Dinge eher unbeholfen, hilflos vor.“ Bernd Liepold-Mosser über das 100 Jahr Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung und über die Ausstellung „Kärnten von A – Ž “ Kärntner ABC (aus Novice, Klagenfurt, Nr.35, S.9; 9.Oktober 2020, Auszugsweise Übersetzung; A.d.Ü.) (In diesem Beitrag äußert sich der in Kärnten neuerdings sehr gefragte Regisseur ausführlich zu „Kärntner Mythen vom `Abwehrkampf `über den Kärntner Anzug bis zur Volksabstimmung und dem Chorgesang“) Griffen ist jene Gemeinde, wo die Politik der zwanghaften Assimilation besonders ´erfolgreich´ war, …. Am Vorabend des Volksabstimmungstages haben wir als Klasse beim Fackelzug zum Abwehrkämpferdenkmal mitgewirkt. Dort haben sie Kränze niedergelegt, sie haben die erste und letzte Strophe der Kärntner Hymne gesungen, alle Männer waren im Kärntner Anzug, kurzum eine klassische Demonstration des Deutschtums, und die Idealisierung des `Abwehrkampfes` . (…) In besonderer Erinnerung ist mir der 10. Oktober 2000 geblieben, als wir über Einladung Dietmar Pflegerls, des damaligen Stadttheaterintendanten, meine Bühnenarbeit `Kärnten treu `aufführten, die eine Abrechnung mit dem damaligen deutschnationalen Kärnten war. Während der Vorstellung, die am Vormittag war, marschierten draußen 45.000 Menschen, es war der Festumzug zum 10. Oktober, inszeniert von Haider und seinen Komplizen. Das Spiel hatte auch ruhigere Abschnitte, da hörte man von draußen das Trommeln, Singen, Marschieren und Schreien. Das war eine grausige Situation, wir im Stadttheater, anwesend waren auch zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Maja Haderlap, Peter Turrini. Damals hatte ich das Gefühl, dass ich in irgendeinem gallischen Dorf bin.“ (Im Jahre 2012 führte er vor etwa 300 Besuchern seinen Film „Griffen- auf den Spuren von Peter Handke“ auf, in dem auch „die verschwiegene slowenische Sprache“ ein Thema war. A.d.Ü.) „Als wir den Film anschauten, habe ich im Publikum ein Lächeln bemerkt, gleich einige Leute haben die Enge ihrer Ansichten hinsichtlich der verschwiegenen slowenischen Sprache erkannt. (…) Die Angelegenheit wurde ernsthafter, als mir der Bürgermeister nach der Filmvorführung vorwarf, dass ich Griffen im schlechten Licht und auf unehrliche Art gezeigt habe.“ (Die Aufführung seines Stückes „Servus Srečno Kärntenpark“ im Stadttheater Klagenfurt dürfte lt. der Kritik in den Novice sogar den Slowenen einigermaßen nervig gewesen sein. A.d.Ü.) Ein wenig Provokation, etwas Witz, aber nichts wirklich Besonderes (aus Novice, Klagenfurt, Nr.36, S.19; 16.Oktober 2020, Auszugsweise Übersetzung; A.d.Ü.) „(…) Aber die Vorstellung (…) bleibt an der Oberfläche von Anekdoten, durchgekauter Witze und millionenfach wiederholter Stereotype. (…) Liepold – Mosser hat ein Kärntner Verhackertes geschaffen, voll einigermaßen unterhaltsamer und geistvoller Grammerln, alles zusammen ist aber weder erstaunlich noch neu und geht überhaupt nicht in die Tiefe. Als Autor und Regisseur schöpft er aus der Rumpelkammer alter Haltungen, aus der Mottenkiste zieht er sogar einen Nackerten hervor – vielleicht konnte man damit vor einem halben Jahrhundert provozieren, heute kommen einem derartige Dinge eher unbeholfen, hilflos vor.“