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Kultur Land Menschen
Die Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at ZVR:168 57 14 77
Ein Feiertag, an dem die slowenische Volksgruppe in Kärnten/ Koroška als Dekorationsstück instrumentalisiert wird, um ein harmonisches Miteinander vorzutäuschen. Ein Feiertag, den wir slowenische Student*innenklubs nicht zu feiern gedenken“, Präsidenten sollen „Teilnahme widerrufen“ (Auszugsweise aus: volksgruppen.orf.at/slovenci/meldungen, 28.6. 2020) Die Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Kärnten, Graz/ Gradec und Wien haben in offenen Briefen die Präsidenten Österreichs und Sloweniens, Alexander Van der Bellen und Borut Pahor, gebeten, der Landesfeier anlässlich 100 Jahre Volksabstimmung „aus Solidarität mit der slowenischen Volksgruppe“ fern zu bleiben. „Vor allem in diesem Jahr erfreut sich der Feiertag besonderer Aufmerksamkeit. Ein Feiertag, an dem der ‚Sieg in deutscher Nacht‘ hochgehalten wird und Chauvinismus sowie Deutschnationalismus induziert werden. Ein Feiertag, an dem der widersprüchliche Umgang mit der Minderheit vertuscht und beschönigt wird. Ein Feiertag, an dem zwischen den Zeilen ‚der Kärntner spricht Deutsch‘ und ‚Deutschland durften wir nicht sagen, Österreich wollten wir nicht sagen, also sagten wir Kärnten‘ geschrieben steht. Ein Feiertag, an dem die slowenische Volksgruppe in Kärnten/ Koroška als Dekorationsstück instrumentalisiert wird, um ein harmonisches Miteinander vorzutäuschen. Ein Feiertag, den wir slowenische Student*innenklubs nicht zu feiern gedenken“, heißt es unter anderem im Brief an Van der Bellen. Der 8. Mai, die Befreiung vom Nazifaschismus, und der Tag der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages seien die Festtage, schreiben die slowenischen Studierenden. Offener Brief: Wo man mit Blut die Grenze schrieb „Hundert Jahre nach der Volksabstimmung/ Plebiscit blicken wir einer Dezimierung auf nunmehr 20 Prozent der ursprünglichen slowenisch sprachigen Bevölkerung in Kärnten/ Koroška ins Auge“, so die Vereinigungen der slowenischen Studenten und Studentinnen. Und abschließend der Appell an Bundespräsident Alexander van der Bellen: „Volksgruppenrechte machen einen wesentlichen Teil des österreichischen Rechtsstaates aus und sollten aus diesem Grund auch gepflegt werden. Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wir warten bereits ein Jahrhundert auf die Erfüllung gesetzlich verankerter Rechte und Versprechen. Wir weigern uns weiter zu schweigen und dem Schönreden den roten Teppich vorzulegen. In diesem Sinne rufen wir Sie nochmals dazu auf, die Grundsätze der Republik Österreich zu achten und in Solidarität mit uns, nicht an den Feierlichkeiten des 10. Oktobers teilzunehmen.“