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Kultur Land Menschen
Die Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at ZVR:168 57 14 77
Zitate, Übersetzungen, Rezensionen
Auch die Schulen können nicht das gesprochene Wort in der Familie ersetzen. Der Zuwachs der Anzahl der Anmeldungen zum zweisprachigen Unterricht ist ein positives Phänomen, jedoch, wenn wir über die Zahl jener nachfragen, die Slowenisch können, landen wir auf dem realen Boden- also bin ich mehr besorgt. Interview mit Marko Oraže, Sekretär des Rates der Kärntner Slowenen aus Zell Pfarre (aus Novice, Klagenfurt, Nr. 9, S.4 und 5, 1. 3. 2019. Auszugsweise Übersetzung; A.d.Ü.) „Natürlich ist auch in Zell Pfarre ein Prozess im Laufen, immer mehr Erde ist in den Händen fremder reicher Leute, die Zahl der Einwohner geht zurück und immer mehr Kinder können von zu Hause aus nicht mehr oder immer schlechter Slowenisch. (..) Wenn sich der Trend fortsetzen wird, dass es unter unseren Allerjüngsten immer weniger Sprecher der slowenischen Sprache und unserer so wunderschönen Dialekte geben wird, fürchte ich mich, dass uns keine Erhöhung der Unterstützungen, nicht die slowenische Wochenzeitung, nicht die Kulturheime oder die Dachorganisationen helfen werden. Auch die Schulen können nicht das gesprochene Wort in der Familie ersetzen. Der Zuwachs der Anzahl der Anmeldungen zum zweisprachigen Unterricht ist ein positives Phänomen, jedoch, wenn wir über die Zahl jener nachfragen, die Slowenisch können, landen wir auf dem realen Boden- also bin ich mehr besorgt. Ich bin überzeugt, dass die entscheidende Wiege für die Erhaltung des slowenischen Wortes in Kärnten die Familie ist – da schließe ich natürlich all jene ein, die in der Vergangenheit aus welchem Grunde immer di slowenische Sprache aufgegeben, nicht aber vergessen haben. (…)“ Eine Erkenntnis, die den Lehrern, Erziehern und anderen Fachleuten schon immer bekannt ist und war. Wie ernst kann man unsere Schulpolitiker und obersten Schulbeamten nehmen, wenn sie noch immer mit dem „Erfolgsmodell zweisprachige Schule“ in allen Medien hausieren gehen und das so teure, aber scheinbar wenig erfolgreiche System anpreisen. Vielleicht meinen sie mit „Erfolgsmodell“ die hervorragende Versorgung der zweisprachigen Lehrer und weniger die slowenischen Sprachkenntnisse der Kinder? PS: Der Sekretär Marko Oraže bleibt jedoch trotz seiner nachvollziehbaren „Erkenntnisse“ der Philosophie der verantwortlichen slowenischen Kärntner Politiker treu, wenn er zum Schluss seines Interviews in Novice wie gewohnt eine Palette slowenischer Forderungen anführt.